Erkrankungen & Sexualität

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Sexualität ist ein Teil von jedem Leben.  
Das gilt für alle Menschen.  

Auch dein Körper kann sich verändern.  
Auch deine Gefühle können sich verändern.  
Manchmal wird man krank.  
Eine Krankheit kann die Sexualität verändern.  
Das heißt: Vielleicht fühlst du weniger Lust.  
Oder du erlebst Sexualität anders.  

Aber Sexualität verschwindet nicht.  
Sexualität bleibt wichtig.  

Diese Seite erklärt das Thema kurz und einfach.  
Du kannst mehr darüber erfahren.  
Wenn du mehr wissen willst, frage deine Ärztin oder deinen Arzt.  
Du kannst auch zu einer Beratungs-Stelle gehen.  
Dort bekommst du Hilfe.

Wichtig:  
Die Liste mit Krankheiten ist nicht komplett.  
Es gibt noch mehr Krankheiten.  

Vielleicht hast du eine andere Krankheit.  
Vielleicht hast du Fragen zur Sexualität.  

Dann kannst du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen.  
Oder du gehst zu einer Beratungs-Stelle.  

Sie können dir helfen.  
Du bist mit deinen Fragen nicht allein.

Sexualitätsbezogene Erkrankungen

Manche Krankheiten betreffen vor allem die Sexualität.  
Sexualität bedeutet: Alles, was mit Liebe, Sex und Geschlechts-Organen zu tun hat.

Manche Krankheiten betreffen die Geschlechts-Organe.  
Geschlechts-Organe sind zum Beispiel: Penis und Vagina.

Es gibt Krankheiten, die Menschen mit Penis bekommen können.  
Es gibt auch Krankheiten, die Menschen mit Vagina bekommen können.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • verminderte Libido
  • erhöhte Libido
  • Schwierigkeiten bei Orgasmus
  • Schwierigkeiten bei Ejakulation
  • Schwierigkeiten beim Feucht-werden
  • Schmerzen beim Sex
Erektile Dysfunktion

Erektile Dysfunktion

Erektile Dysfunktion bedeutet: Menschen mit Penis bekommen schwer eine Erektion.
Oder sie können die Erektion nicht lange halten.
Manchmal klappt es mit der Erektion nicht.
Das ist ganz normal und passiert fast allen Menschen mit Penis.
Erst wenn es öfter passiert, nennt man es erektile Dysfunktion.
Das bedeutet: Die Probleme mit der Erektion kommen häufig vor.
Die Probleme machen die Person traurig oder belasten sie.

Es gibt viele verschiedene Gründe für Erektions-Probleme.
Manchmal liegt es am Körper.
Zum Beispiel:
Das Blut fließt nicht gut durch den Körper.
Man hat Diabetes. (Das ist eine Krankheit. Dabei ist der Zucker im Blut zu hoch.)
Die Hormone ändern sich. (Hormone sind Stoffe im Körper, die wichtige Aufgaben haben.)
Oder Medikamente machen Probleme.
Auch die Psyche kann ein Grund sein.
Das heißt: Man hat viele Sorgen oder ist sehr gestresst.
Oft kommen Körper und Psyche zusammen.
Sie machen gemeinsam die Probleme.

Erektions-Probleme können das Leben schwer machen.
Man fühlt sich vielleicht weniger selbstbewusst.
Auch die Partnerschaft kann schwieriger werden.
Man fühlt sich nicht wohl bei Nähe oder beim Sex.
Viele Menschen schämen sich.
Deshalb sprechen sie nicht über ihre Probleme.
Es gibt aber viele Menschen mit erektiler Dysfunktion.
Es ist nichts, wofür man sich schämen muss.
Es heißt nicht, dass man etwas falsch gemacht hat.

Wichtig ist:  
Erektile Dysfunktion kann behandelt werden.  

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung.  
Die Behandlung hängt davon ab, was die Ursache ist.  

Manchmal helfen Medikamente.  
Manchmal hilft eine Beratung oder ein Gespräch mit einer Fach-Person.  

Gespräche können helfen, wenn die Psyche belastet ist.  
Das nennt man auch psychische Entlastung.  

Auch der Lebensstil kann wichtig sein.  
Man kann zum Beispiel mehr Bewegung machen, gesünder essen oder weniger Alkohol trinken.

Sprich offen mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner.  
Das kann Ihnen beiden helfen.

Vaginismus

Vaginismus

Vaginismus ist eine Krankheit.
Vaginismus betrifft Menschen mit Vulva.
Menschen mit Vaginismus spannen die Muskeln in ihrem Becken besonders stark an.
Diese Muskeln nennt man Beckenboden-Muskulatur.
Das passiert, wenn etwas in die Vagina eingeführt wird.

  • Zum Beispiel beim Sex.
  • Zum Beispiel beim Einführen von Tampons.
  • Zum Beispiel bei einer Untersuchung beim Frauenarzt.

Die Spannung passiert ganz von allein.
Die Betroffenen können die Spannung nicht selbst kontrollieren.


Weil die Muskeln so stark angespannt sind, kann eine Penetration sehr weh tun.
Manchmal ist Penetration sogar gar nicht möglich.

Ursachen
Es gibt verschiedene Gründe für Vaginismus.
Oft spielt die Psyche eine wichtige Rolle.
Zum Beispiel:

  • Schlimme Erlebnisse bei Sex.
  • Schlechtes oder unsicheres Gefühl beim Sex.
  • Scham-Gefühle oder Angst, etwas falsch zu machen.
  • Viel Stress oder Druck in der Beziehung oder beim Sex.


Auch körperliche Probleme können dazu führen.
Zum Beispiel Schmerzen oder Krankheiten im Unterleib.
Oft gibt es mehrere Gründe gleichzeitig.


Vaginismus ist oft sehr belastend.
Die Krankheit kann das Selbstvertrauen schwächen.
Betroffene fühlen sich vielleicht weniger wert.
Die Krankheit kann die Sexualität verändern.
Auch die Beziehung kann sich verändern.
Manche Betroffene fühlen sich von anderen Menschen nicht verstanden.
Manche Betroffene schämen sich und sprechen nicht über ihr Problem.

Wichtige Information
Vaginismus ist eine Krankheit.
Sie kann behandelt werden.
Betroffene sind nicht alleine.

Wichtig ist:  
Vaginismus ist keine bewusste Blockade.  
Vaginismus passiert nicht absichtlich.  

Das bedeutet:  
Die Muskeln in der Vagina spannen sich von selbst an.  
Du machst das nicht mit Absicht.

Vaginismus kann man gut behandeln.
Viele Menschen bekommen Hilfe.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Man kann mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen.
Man kann zu einer Therapeutin oder einem Therapeuten gehen.
Manchmal hilft es, über Sexualität zu sprechen.
Spezielle Übungen für den Beckenboden können helfen.
Es ist wichtig, freundlich zum eigenen Körper zu sein.

Auch der Partner oder die Partnerin kann helfen.
Ihr könnt gemeinsam reden und Lösungen finden.

Manche Menschen haben Schmerzen beim Sex.
Manche Menschen haben dabei Probleme.
Wenn du das merkst, hol dir Hilfe.
Sprich darüber mit einer Fach-Person.

Es ist gut, offen über solche Probleme zu sprechen.
Hilfe anzunehmen ist wichtig.
So kannst du selbst über deine Sexualität bestimmen.
Du kannst Freude beim Sex erleben.

Das alles sind wichtige Schritte zu einer guten Sexualität.

Körperliche Erkrankungen

Es gibt Krankheiten, die plötzlich kommen.  
Zum Beispiel manche Krankheiten, die man beim Sex bekommen kann.  
Diese Krankheiten heißen sexuell übertragbare Infektionen.  
Die Abkürzung dafür ist: STI.  

Es gibt auch Krankheiten, die lange bleiben.  
Diese Krankheiten nennt man: chronische Krankheiten.  

Einige chronische Krankheiten können die Sexualität beeinflussen.  
Sexualität ist das, was mit Sex, Liebe und dem eigenen Körper zu tun hat.  

Wir erklären hier ein paar von diesen Krankheiten.

Diabetes

Diabetes

Sexuelle Probleme sind bei Diabetes sehr häufig.  
Fast 7 von 10 Menschen mit Diabetes haben solche Probleme.  

Viele Menschen mit Penis haben zum Beispiel Probleme mit einer Erektion.  
Das bedeutet: Der Penis wird nicht steif genug für Sex.  
Oft ist das das erste Problem.  

Diabetes kann auch bewirken, dass Menschen weniger Lust auf Sex haben.  
Das nennt man: Geringe Libido.  
Manchen Menschen fällt es schwerer, einen Samenerguss zu bekommen.  
Samenerguss bedeutet: Sperma kommt aus dem Penis beim Orgasmus.  

Auch Menschen mit Gebärmutter können weniger Lust auf Sex haben.  
Sie können sich beim Sex weniger erregt fühlen.  
Bei ihnen kann die Vagina zu trocken sein.  
Das bedeutet: Es kommt zu wenig Flüssigkeit aus der Vagina.  
Wenn die Vagina zu trocken ist, kann Sex wehtun.  

Man kann etwas tun, damit es besser geht.  
Medikamente helfen, den Blutzucker gut einzustellen.  
Das kann die Beschwerden verringern.  
Auch ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt kann helfen.  
Wichtig ist: Reden Sie über Probleme.  
So kannst du Hilfe bekommen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Sex ist gesund für Kreislauf und Herz.
Manche Menschen haben Probleme mit dem Herz oder mit dem Kreislauf.
Diese Menschen wissen oft nicht, ob Sex für sie gut ist.
Beim Sex arbeitet der Kreislauf mehr.
Das Herz schlägt schneller.
Der Blutdruck wird etwas höher.
Der Körper macht mehr Hormone.
Das sind Stoffe, die der Körper braucht.


Der Puls steigt beim Sex an.
Der Puls heißt die Anzahl der Herz-Schläge pro Minute.
Beim Sex schlägt das Herz meist zwischen 90 und 130 Mal pro Minute.
Das ist ähnlich wie beim Treppensteigen.
Der Körper wird also etwas mehr belastet, aber nicht zu viel.


Wer Probleme mit Herz oder Kreislauf hat, soll mit seinem Arzt oder seiner Ärztin sprechen.
Der Arzt oder die Ärztin kann sagen, wie viel Bewegung gut ist.
Man kann auch fragen, ob Sex erlaubt ist.


Manche Menschen nehmen Medikamente für mehr Lust auf Sex.
Ein Medikament heißt zum Beispiel Viagra.
Manche Menschen nehmen noch andere Medikamente.
Man muss mit dem Arzt oder der Ärztin sprechen.
Denn nicht alle Medikamente dürfen zusammen eingenommen werden.


So ist Sex für die Gesundheit meistens gut.
Wenn Du unsicher bist, frage Deinen Arzt oder Deine Ärztin.
Wichtige Informationen kannst Du immer nachfragen.

Manche Menschen haben beim Sex Brustschmerzen.  
Manche Menschen bekommen beim Sex starkes Herzklopfen.  
Beides kann ein Warnzeichen sein:  
Vielleicht ist das Herz krank.  

Geht der Schmerz nicht weg?  
Bleibt das starke Herzklopfen auch in Ruhe?  
Dann rufe bitte sofort den Notruf an.  
Die Telefonnummer ist 112.  

Die Menschen am Telefon helfen schnell.  
Sie schicken einen Krankenwagen.  
Das kann Leben retten.

Schmerzen & Steifheit der Gelenke

Schmerzen & Steifheit der Gelenke

Manche Menschen haben bestimmte Krankheiten.
Das sind zum Beispiel Rheuma, Multiple Sklerose oder Parkinson.
Diese Krankheiten können Schmerzen in den Gelenken machen.
Auch Steifheit in den Gelenken kann vorkommen.

Trotz dieser Beschwerden kann Sex Spaß machen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten dafür.

Wichtig ist: Offen mit Partner oder Partnerin sprechen.
Reden hilft, Sorgen und Ängste loszuwerden.

Gemeinsam neue Stellungen beim Sex ausprobieren.
Herausfinden, was für Sie beide gut ist.

Es hilft auch, mit einer Ärztin oder einem Arzt über Sex zu sprechen.
Zum Beispiel über Schmerzmittel.
Die Ärztin oder der Arzt kann erklären, wie die Medikamente eingesetzt werden können, damit Sex weniger weh tut.

Chronische Darmerkrankungen

Chronische Darmerkrankungen

Manche Menschen haben eine Krankheit im Darm.  
Zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa.  
Diese Krankheiten können Probleme beim Sex machen.  
Zum Beispiel kannst du Schmerzen haben.  
Manche Menschen haben einen künstlichen Ausgang am Bauch.  
Das nennt man Stoma.  
Auch das kann den Sex beeinflussen.

Es ist wichtig, mit deiner Partnerin oder deinem Partner zu reden.  
Auch mit der Ärztin oder dem Arzt solltest du offen sprechen.  
Sag, was dir Probleme macht.  
Nur so kann dir geholfen werden.

Denk auch an Verhütung.  
Verhütung bedeutet: Du willst nicht schwanger werden.  
Zum Beispiel gibt es die Anti-Baby-Pille.  
Aber: Bei starkem Durchfall wirkt die Pille oft nicht mehr richtig.  
Es kann sein, dass du trotzdem schwanger wirst.  
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sex auch mit einer Darm-Krankheit schön sein kann.  
Oft findet ihr zusammen eine gute Lösung.

Es gibt besondere Marken für Unterwäsche.  
Diese Marken machen Unterhosen für Menschen mit Stoma.  
Ein Stoma ist eine künstliche Öffnung am Bauch.  
Durch das Stoma kann der Körper zum Beispiel Urin oder Stuhl ausscheiden.  
Die Unterhosen sind extra für Menschen mit Stoma gemacht.  
Sie helfen dabei, dass sich diese Menschen wohler fühlen.  
So fühlen sich die Menschen sicherer im Alltag.

Psychische Erkrankungen

Sexualität und psychische Krankheiten hängen oft zusammen.

Manche Krankheiten machen es schwer, Lust auf Sex zu haben.
Zum Beispiel Depressionen.
Oder Angst-Störungen.
Oder Magersucht.

Es gibt auch Krankheiten, bei denen Menschen mehr Lust auf Sex haben können.
Zum Beispiel bei manischen Phasen.
Oder bei Borderline-Störungen.

Auch Medikamente können das Sexleben verändern.
Manchmal machen schlimme Erfahrungen Sex schwieriger.
Auch, wenn sich Menschen schlecht fühlen oder wenig Selbstvertrauen haben, kann das Ihr Sexleben beeinflussen.

Sprich offen mit deiner Ärztin oder deinem Therapeuten über Ihre Probleme.
So könnt ihr zusammen herausfinden, woran es liegt.
Es ist wichtig zu wissen, ob die Krankheit, Medikamente oder andere Gründe das Sexleben ändern.
Dann können die Ärztin oder der Therapeut helfen.
Gemeinsam kann nach Lösungen gesucht werden.

Sexualität kann sich im Leben verändern.
In jedem Alter kann Sexualität anders sein.
Das ist normal.

Auch wenn Menschen manchmal Lust auf Sex haben.
Oder wenn Menschen keine Lust auf Sex haben.
Das ist normal.

Das gilt auch, wenn Menschen eine psychische Erkrankung haben.
Psychische Erkrankung bedeutet: Die Psyche ist krank.
Auch dann ist es normal, mal Lust auf Sex zu haben und mal nicht.

Es gibt Gruppen zur Selbsthilfe.
Das sind Gruppen, in denen sich Menschen mit ähnlichen Problemen treffen.

Es gibt auch Angebote, bei denen Menschen sich gegenseitig unterstützen.
Sie heißen Peer-Angebote.
In diesen Gruppen spricht man mit Menschen, denen es ähnlich geht.

Diese Gruppen helfen.
Sie helfen dabei, sich nicht mehr allein zu fühlen.
Sie helfen dabei, Ängste zu verringern.
In einer Gruppe kann man offen sprechen.

Manche Krankheiten machen Sex schwierig.

Deshalb haben einige Menschen beim Sex Probleme.

Es gibt in solchen Fällen Hilfe.

Diese Hilfe heißt Sexual-Begleitung.

Sexual-Begleitung bedeutet:
Es gibt Fach-Leute, die Menschen beim Sex begleiten.

Diese Fach-Leute kennen sich gut aus.

Sexual-Begleiter und Sexual-Begleiterinnen helfen zum Beispiel Menschen mit Behinderung.

Sie unterstützen diese Menschen,
damit sie gute Erfahrungen mit ihrer Sexualität machen.

Indirekte Auswirkungen

Einige Krankheiten können Auswirkungen auf die Sexualität haben.
Diese Auswirkungen kommen oft nicht direkt von der Krankheit.
Sie entstehen manchmal durch andere Dinge.
Zum Beispiel durch Medikamente, Veränderungen des Körpers oder durch psychische Probleme.

Medikamente:

Manche Medikamente können die Sexualität beeinflussen.

  • Zum Beispiel kann die Lust auf Sex weniger werden.
  • Es kann zu Problemen bei der Erektion kommen.
  • Manchmal kommt es zu Problemen beim Samenerguss.
  • Es kann schwerer sein, einen Orgasmus zu bekommen.
  • Bei manchen Menschen wird die Scheide trocken.
  • Hormone im Körper können sich verändern.
  • Manche Menschen fühlen sich oft müde.
  • Es fällt schwer, sich zu konzentrieren.

Viele Nebenwirkungen können mit einem Arzt oder einer Ärztin besprochen werden.
Es gibt oft die Möglichkeit, die Medikamente anzupassen.
Das heißt: Die Ärztin, der Arzt kann das Medikament wechseln oder die Menge ändern.
So können die Nebenwirkungen oft weniger werden.

Körperliche Veränderungen:

Durch die Krankheit kann es zu Veränderungen am Körper kommen.

  • Manche Menschen haben Schmerzen.
  • Manche sind oft müde oder erschöpft. Das nennt man Fatigue.
  • Manche können sich schlechter bewegen.
  • Die Haut und der Körper können anders auf Berührungen reagieren.
  • Die Organe für die Sexualität können anders funktionieren.
  • Es können Narben am Körper entstehen.
  • Manchmal müssen Körperteile entfernt werden. Das nennt man Amputation.
  • Das Gewicht kann sich verändern.
  • Herz, Kreislauf und die Atmung können mehr belastet sein.
  • Manche Menschen brauchen medizinische Hilfen.
    Zum Beispiel: Ein Beutel für den Stuhlgang (Stoma), einen Katheter oder andere Hilfen.
  • Manche Menschen verlieren Haare.

Sprich offen mit dem Partner oder der Partnerin.
Und auch mit der Ärztin oder dem Arzt.
Dann kann man gemeinsam nach Lösungen suchen.
Manchmal können Hilfsmittel helfen.
Wichtig ist: Sexualität kann trotz Krankheit schön sein.

Psychische Veränderungen:

Krankheiten können Angst machen.

  • Viele Menschen haben Stress und machen sich Sorgen.
  • Manche werden traurig oder bekommen eine Depression.
  • Manche verlieren das Selbstvertrauen.
  • Manche fühlen sich nicht mehr frei oder haben das Gefühl, keine Kontrolle zu haben.
  • Manche Menschen erleben etwas sehr Schlimmes. Das nennt man Trauma.
  • Wenn Sie unsicher sind, reden Sie offen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin.

Es hilft auch, mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten zu sprechen.
Über Ihre Ängste oder über Scham.
Das ist wichtig, damit Sexualität für alle schön und sicher bleibt.

Februar, 2026

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