Sexualität
Was ist Sex?
Unterschiedliche Kulturen denken verschieden über Sexualität.
Kulturen sind Gruppen von Menschen aus verschiedenen Ländern.
Auch alte und junge Menschen denken unterschiedlich darüber.
Auch einzelne Menschen haben verschiedene Meinungen dazu.
Darum ist es wichtig:
Wir brauchen eine gemeinsame Grundlage.
Dann können alle gut über Sexualität sprechen.
Hier bekommst du mehr Informationen zum Gespräch über Sexualität.
Definition von Sexualität
Das ist eine offizielle Definition von Sexualität.
Sie ist sehr kompliziert.
„Sexualität bezieht sich auf einen zentralen Aspekt des Menschseins über die gesamte Lebensspanne hinweg, der das biologische Geschlecht, die Geschlechtsidentität, die Geschlechterrolle, sexuelle Orientierung, Lust, Erotik, Intimität und Fortpflanzung einschließt. Sie wird erfahren und drückt sich aus in Gedanken, Fantasien, Wünschen, Überzeugungen, Einstellungen, Werten, Verhaltensmustern, Praktiken, Rollen und Beziehungen. Während Sexualität all diese Aspekte beinhaltet, werden nicht alle ihre Dimensionen jederzeit erfahren oder ausgedrückt. Sexualität wird beeinflusst durch das Zusammenwirken biologischer, psychologischer, sozialer, wirtschaftlicher, politischer, ethischer, rechtlicher, religiöser und spiritueller Faktoren“
Die Definition bedeutet:
Sexualität gehört zu jedem Menschen.
Sexualität bleibt das ganze Leben wichtig.
Zur Sexualität gehören viele Dinge.
Dazu zählen zum Beispiel:
- Der Körper.
- Die eigenen Gefühle.
- Lust.
- Beziehungen zu anderen Menschen.
Es gibt noch mehr Bereiche.
Dazu gehören:
- Das eigene Geschlecht.
- Wer man sich fühlt, Mann, Frau oder anders.
- Wen man liebt: Frauen, Männer oder beide.
- Nähe zu anderen Menschen.
Erotik, das bedeutet: schöne Gefühle beim Zusammensein.
Sexualität ist in unseren Gedanken.
Sexualität zeigt sich in unseren Wünschen.
Sexualität zeigt sich auch in unseren Handlungen und dem, was wir tun.
Jeder Mensch erlebt Sexualität anders.
Die eigene Sexualität kann sich mit der Zeit ändern.
Verschiedene Dinge beeinflussen die Sexualität.
Dazu gehören:
- Das eigene Erleben.
- Die Familie und Freunde.
- Die Gesellschaft, das bedeutet: wie andere Menschen darüber denken.
Sexualität kann bei jedem Menschen anders aussehen.
Sex: mehr als eine Handlung
Wenn wir über Sex sprechen, fragen sich viele Menschen:
Was gehört eigentlich alles zu Sex?
Manche Menschen finden:
Schon Küssen gehört zu Sex.
Andere sagen:
Nur Penetration ist Sex.
Forscher haben das untersucht.
Das heißt: Es gibt Studien dazu.
Die Studien zeigen:
Viele Menschen finden verschiedene Dinge sind Sex.
Einige Menschen finden zum Beispiel:
Oralverkehr ist Sex.
Andere finden:
Intensives Küssen ist schon Sex.
Es gibt kein richtig oder falsch.
Jeder Mensch kann selbst entscheiden.
Es kann helfen,
wenn Sie über Ihre eigene Meinung nachdenken.
Dann wissen Sie besser,
was für Sie zu Sex gehört.
Zeit zur Reflektion
Was ist für dich Sex?
Nimm dir kurz Zeit.
Überlege: Was gehört für dich zu Sex dazu?
Was gehört für dich nicht zu Sex dazu?
Ist das für dich wichtig?
Warum ist das wichtig für dich?
Du kannst auch mit anderen Menschen darüber sprechen.
Frage andere Menschen: Was gehört für sie zu Sex dazu?
Vielleicht habt ihr verschiedene Antworten.
Jeder Mensch kann Sex anders verstehen.
Das nennt man: Unterschiedliche Definitionen.
Orgasmus: Nicht das einzige Ziel
Viele Menschen denken:
Ein Orgasmus ist das Wichtigste beim Sex.
Ein Orgasmus ist ein Höhepunkt.
Das bedeutet:
Man fühlt sich beim Sex sehr gut.
Aber Studien zeigen:
Viele Menschen genießen Sex auch ohne Orgasmus.
Sie haben trotzdem Freude am Sex.
Der Orgasmus ist nicht für alle Menschen das Wichtigste.
Wenn man zu sehr an den Orgasmus denkt,
Kann das Stress machen.
Manche Menschen fühlen sich dabei unwohl.
In einer Studie berichten Forscher:
28 von 100 Frauen haben nicht immer einen Orgasmus.
7 von 100 Männern haben nicht immer einen Orgasmus.
Aber sie sind trotzdem zufrieden.
Wichtige Dinge beim Sex sind:
Die Stimmung.
Die Atmosphäre.
Die Verbindung zwischen den Menschen.
Expertinnen und Experten sagen:
Sex ist mehr als „Entladung“.
Es geht um die Begegnung.
Es geht um Nähe und Liebe.
Viele Menschen mögen zum Beispiel:
Ein langes Vorspiel.
Küsse.
Besondere Techniken wie Tantra.
Diese Dinge machen oft glücklicher als ein Orgasmus.
Das Wichtigste beim Sex ist:
Jeder Mensch entscheidet, was ihm oder ihr gefällt.
Stimmungen und Vorlieben im Vordergrund
Stimmung ist sehr wichtig für Lust.
Stimmung ist wichtiger als der Orgasmus.
Orgasmus ist der Höhepunkt beim Sex.
Eine Studie hat das untersucht.
Eine Studie bedeutet: Viele Menschen haben bei einer Untersuchung mitgemacht.
Die Studie zeigt:
Gute Stimmung macht mehr Lust auf Nähe.
Gute Stimmung ist zum Beispiel, wenn Sie entspannt oder verspielt sind.
Wenn Sie entspannt oder verspielt sind, haben Sie doppelt so viel Lust.
Auch die Nähe zum anderen Menschen wird stärker.
Schlechte Stimmung kann Lust und Orgasmus stoppen.
Schlechte Stimmung ist zum Beispiel Stress oder wenn Sie sehr gut sein wollen und sich deshalb Druck machen.
Jeder Mensch hat andere Vorlieben beim Sex.
Vorlieben sind Dinge, die Sie gerne mögen.
Manche Menschen mögen Berührungen mit einer Feder.
Andere Menschen mögen Gefühle oder mögen, wenn es beim Sex bestimmte Regeln gibt.
Manche Menschen mögen auch sogenannte BDSM-Praktiken.
Das sind besondere Spiele beim Sex mit bestimmten Regeln.
Forscher haben noch mehr herausgefunden:
Paare sprechen am besten über ihre Wünsche.
Paare, die offen über ihre Wünsche sprechen, haben öfter guten Sex.
Das gilt, auch wenn sie keinen Orgasmus haben.
Es gibt also keinen richtigen oder falschen Sex.
Wichtig ist, dass Sie und Ihr Partner beim Sex Spaß und Freude haben.
Sie können gemeinsam Neues entdecken.
Der Weg zusammen ist wichtiger als das Ziel.
Wichtige Informationen noch einmal:
Die Stimmung ist sehr wichtig für Lust.
Offene Gespräche helfen beim Sex.
Jeder Mensch darf andere Vorlieben haben.
Intimität in Beziehungen
Intimität bedeutet: Zwei Menschen fühlen sich sehr verbunden.
Diese Verbindung kann emotional sein. Zum Beispiel: man vertraut sich einander.
Intimität kann auch körperlich sein. Zum Beispiel: man nimmt sich in den Arm.
Intimität ist wichtig für die Sexualität.
Wenn Paare einander vertrauen und ehrlich sind, fühlen sie sich oft wohler miteinander.
Viele Paare sprechen über ihre Wünsche.
Viele Paare zeigen sichZärtlichkeit.
Zum Beispiel: sie umarmen sich oder halten Händchen.
Studien zeigen: Paare fühlen sich glücklicher, wenn sie über ihre Wünsche sprechen und zärtlich zueinander sind.
In einer Studie aus Deutschland gab es eine Befragung.
Fast 70 von 100 Menschen sagen:
Emotionale Nähe macht uns zufriedener in der Beziehung.
Es ist egal, wie oft wir Sex haben.
Selbstliebe bedeutet: Du magst deinen eigenen Körper.
Das hilft, sich wohler mit dem Partner zu fühlen.
Wer Selbstliebe hat, kann besser über Gefühle und Wünsche reden.
Wer sich selbst mag, kann besser kuscheln oder sich tief in die Augen schauen.
Lust und Spaß erleben
Lust bedeutet, dass Sie sich sehr gerne fühlen.
Ihr Körper und Ihre Gefühle sind dabei aufgeregt.
Lust kann mit Spaß und Spielen verbunden sein.
Sex macht dann besonders viel Spaß.
Sexualwissenschaftler haben geforscht.
Sie sagen:
Humor und Neues können Lust viel stärker machen.
Neu ist zum Beispiel:
Andere Sex-Stellungen ausprobieren.
Oder Rollenspiele machen.
Dadurch kann der Körper mehr Glücks-Hormone machen.
Ein wichtiges Hormon heißt Dopamin.
Dieses Hormon macht glücklich.
Außerdem werden Sie weniger schüchtern.
Es macht besonders Spaß, wenn Lust nicht nur an den Geschlechtsteilen entsteht.
Es macht Spaß, wenn Sie Ihren ganzen Körper spüren.
Zum Beispiel durch eine Massage.
Massagen helfen oft, sich wohler zu fühlen.
Studien zeigen:
Wer sich gegenseitig massiert, ist oft glücklicher in der Beziehung.
Wichtige Dinge noch einmal:
Lust entsteht im Körper und in den Gefühlen.
Neues ausprobieren und Spaß machen Lust stärker.
Der ganze Körper spielt eine Rolle für Lust.
Massagen können helfen, in einer Beziehung zufrieden zu sein.
Begehren und Selbstliebe
Begehren heißt:
Du fühlst dich zu etwas hingezogen.
Du kannst Begehren durch Gedanken bekommen.
Begehren kann durch bestimmte Gerüche entstehen.
Begehren kann entstehen, wenn dich jemand berührt.
Du musst nicht immer sofort etwas tun, wenn du Begehren spürst.
Manchmal bleibt Begehren auch nur ein Gefühl.
Eine Studie hat Frauen befragt, die oft Begehren fühlen.
Die Studie zeigt:
Viele Frauen bekommen Begehren, wenn sie sich selbst lieb haben.
Das heißt: Sie kümmern sich um sich selbst.
Sie berühren sich selbst.
Man nennt das auch Masturbation.
Masturbation hilft vielen Frauen:
Sie fühlen sich sicher und selbstbewusst.
Sie haben mehr Begehren, auch in einer Beziehung.
Bei Männern ist es oft anders:
Männer fühlen öfter plötzlich Begehren.
Sie sind oft spontan motiviert.
Auch Männer können Selbstliebe lernen.
Sie können durch Masturbation Begehren besser zeigen.
Sie können Begehren ohne Angst und ohne Scham fühlen.
Sie können Neues ausprobieren.
Sex-Positivität
Sexualität ist ein Teil vom Leben.
Sexualität kann spannend sein.
Sexualität kann zärtlich sein.
Sexualität kann ganz normal sein.
Sexualität kann ruhig sein.
Sex-positiv bedeutet:
Sexualität ist etwas Natürliches.
Sexualität ist etwas Gutes für viele Menschen.
Jede Person kann Sexualität unterschiedlich erleben.
Es ist egal, ob du oft, selten oder gar keinen Sex hast.
Jeder Mensch lebt Sexualität anders.
Es gibt viele Arten von Sexualität.
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Sex zu haben.
So viele, dass man sie nicht alle aufzählen kann.
Es ist wichtig:
Du sollst deine Sexualität gut finden.
Du sollt auch die Sexualität von anderen akzeptieren.
Du sollst niemanden schlecht machen, weil sie Sex anders mögen.
Sex-positiv sein heißt:
- Jede Person entscheidet selbst, ob, wann und wie sie Sexualität lebt oder nicht
- Vielfalt ist wertvoll: Unterschiedliche Orientierungen, Identitäten und Praktiken verdienen Anerkennung.
Lust, Respekt und Konsens stehen im Zentrum.