Lebensphasen

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Sexualität ist für alle Menschen wichtig.  
Sie gehört zu jedem Leben dazu.  
Sexualität bleibt immer wichtig. Egal, wie alt du bist.

Sexualität bedeutet mehr als nur Sex.  
Sexualität hat viele Seiten.  
Dazu gehören Körper, Gefühle und Beziehungen.  
Auch deine Kultur spielt eine Rolle.  
Sexualität verändert sich mit dem Leben.  
Zum Beispiel, wenn du älter wirst.  
Oder, wenn du neue Erfahrungen machst.

Jeder Mensch erlebt Sexualität anders.  
Jede Person mag etwas anderes.  
Es gibt viele Arten, Sexualität zu leben.  
Deshalb findest du hier viele Informationen.  
Zum Beispiel über Geschlechts-Identitäten.  
Oder über Beziehungen.  
Und über verschiedene Arten von Sex.

Auf dieser Internet-Seite geht es um verschiedene Lebens-Abschnitte.  
Jede Lebensphase ist besonders.  
Du bekommst Tipps und Hinweise.  
Die Seite hilft dir, eigene Entscheidungen zu treffen.  
Es geht auch um Hilfe und Schutz.  
Und um Vielfalt.  
Jede Sexualität ist okay, solange alle damit einverstanden sind.

Alltag, Wandel, Aushandlung

Mittleres Erwachsenenalter

Im mittleren Alter verändert sich das Leben oft.  
Zum Beispiel durch Kinder, Arbeit, Pflege von Angehörigen, Krankheit oder wenn Paare sich trennen.

Auch Sexualität und Beziehung verändern sich in dieser Zeit.

Eine große Studie sagt:
Wie zufrieden Menschen in ihrer Beziehung sind, ändert sich im Laufe des Lebens.  
Die Zufriedenheit steigt oder sinkt.
Zum Beispiel kann Stress oder Streit in einer Beziehung zu weniger Zufriedenheit führen.
Ein Paar, das gut miteinander spricht, kann wieder zufriedener werden.

Die Forschung zeigt auch:
Wie zufrieden Menschen mit ihrem Sexleben sind, ist im mittleren Alter sehr wichtig.    
Sexuelle Zufriedenheit wirkt sich aus auf das gesamte Wohlbefinden.
Menschen, die mit ihrem Sexleben zufrieden sind, fühlen sich auch wohler beim Älterwerden.

Es ist nicht wichtig, wie oft Sie Sex haben.
Wichtiger ist es, dass beide ähnliche Bedürfnisse haben.
Wichtiger ist auch, dass beide gut miteinander reden.
Nähe zwischen den Partnern ist auch sehr wichtig.

Veränderungen sind normal.
Es gibt Zeiten mit viel Sex und Zeiten mit wenig Sex.
Das gehört zu einer Beziehung dazu.

Gedanken, die in dieser Phase wichtig sein können:

Sexualität kann sich verändern.  
Das bedeutet: Gefühle und Wünsche beim Sex können anders werden.  

Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin.  
Sprechen Sie darüber, was sich gut anfühlt.  
Sprechen Sie auch darüber, was schwierig ist.  
Sprechen Sie außerdem darüber, was neu ist.  

So können Sie zusammen gute Lösungen finden.  
Das Gespräch hilft Ihnen beiden.

Alltagsbelastungen sind Dinge, die dich im Alltag stressen.  
Zum Beispiel:  
Du hast Kinder.  
Du pflegst jemanden.  
Du arbeitest im Schichtdienst.  
Diese Dinge machen dein Leben oft anstrengend.  

Es ist wichtig, dass du diese Belastungen erkennst.  
Du solltest darauf achten, dass sie dich nicht überfordern.  

Du brauchst Zeit nur für dich.  
Das nennt man „Me-Time“.  
In dieser Zeit kannst du etwas tun, das dir gut tut.  

Du brauchst auch Zeit mit deinem Partner oder deiner Partnerin.  
Das nennt man „Paarzeit“.  
In dieser Zeit könnt ihr gemeinsam schöne Dinge tun.  

Me-Time und Paarzeit sind wichtig.  
Du solltest diese Zeit schützen.  
Das bedeutet: Plane bewusst Zeit dafür ein.  
Bitte andere Menschen um Hilfe.  
Sag, wenn du Zeit für dich oder euch brauchst.  

So bleibst du gesund und zufrieden.  
Deine Beziehung wird dadurch besser.

Wenn eine Person mehr Lust hat als die andere Person, kann das schwierig sein.

Sucht dann gemeinsam eine Lösung.

Niemand ist schuld an der Situation.

Ihr könnt neue Dinge ausprobieren, um euch näher zu kommen.

Das nennt man Intimität.

Ihr könnt auch gemeinsam Zeit verbringen.

Oder ihr nehmt euch Zeit nur für euch alleine.

Es ist wichtig, dass ihr euch beide wohlfühlt.

Sprich mit einer Fach-Person über medizinische Themen.

Dazu gehören zum Beispiel chronische Krankheiten, Medikamente oder Veränderungen durch Hormone.

Reflektiere, was du bisher beim Sex erlebt hast.

Überlege, was du anders machen möchtest.

Überlege auch, was gut war.

Viele Menschen denken darüber nach, wie ihr Körper aussieht.
Das nennt man: Körperbild.

Wenn Menschen älter werden, verändert sich ihr Körper.
Zum Beispiel: Die Haut bekommt Falten.
Die Haare werden grau.
Man fühlt sich manchmal nicht mehr so stark wie früher.

Viele Menschen fragen sich:
Bin ich noch schön?
Bin ich noch attraktiv?
Attraktiv bedeutet: Andere Menschen finden mich schön.

Manchmal macht das älter werden Angst.
Man vergleicht sich oft mit jüngeren Menschen.
Man findet sich vielleicht nicht mehr so schön wie früher.

Es ist normal, dass sich der Blick auf den eigenen Körper verändert.
Viele Menschen fühlen sich anders, wenn sie älter werden.
Das ist ganz normal.

Du bist wertvoll, egal wie alt du bist.
Du bist schön, auch wenn sich dein Körper verändert.
Jeder Mensch ist besonders.

Sprich mit anderen Menschen über deine Gefühle.
Das hilft dir.

Du kannst dich auch Hilfe holen, wenn du dich nicht gut fühlst.

Kontinuität, Anpassung, Lebenszufriedenheit

Alter(n)

Sexualität ist auch im hohen Alter wichtig.  
Viele ältere Menschen wünschen sich weiterhin Sexualität.  
Sexualität kann sich mit dem Alter verändern.  
Das heißt:  
Manche machen andere Dinge beim Sex als früher.  
Vielleicht haben sie weniger oft Sex.  
Manche können körperlich nicht mehr alles machen wie früher.

Trotzdem bleibt Sexualität für viele Menschen ein wichtiger Teil vom Leben.  
Wer mit seinem Sex zufrieden ist, fühlt sich oft auch insgesamt zufriedener.  
Das heißt:  
Sex kann das Leben schöner machen.

Studien zeigen:  
Menschen, die mit ihrem Sex zufrieden sind, fühlen sich oft auch mit dem Älterwerden besser.  
Das gilt für Frauen und Männer.  
Egal, ob man ein Mann oder eine Frau ist.

Aber manchmal gibt es Probleme:  
Manche Menschen verlieren ihren Partner oder ihre Partnerin.  
Das nennt man Verwitwung.  
Manche werden krank oder brauchen sehr viel Hilfe.  
Dann sprechen sie weniger über Sex.  
Auch andere reden dann vielleicht nicht mehr über Sexualität.  
Manchmal werden alte Menschen wegen ihres Alters benachteiligt.  
Das nennt man Alters-Diskriminierung.

Das kann dazu führen,  
dass Sexualität im Alter kein Thema mehr ist.  
Oft wird Sexualität für alte Menschen nicht unterstützt.

Was gilt in dieser Lebensphase?

Nimm deine eigenen Wünsche und Gefühle ernst.  
Manche Menschen denken, ältere Menschen haben keine Sexualität mehr.  
Das stimmt nicht.  
Du darfst Wünsche nach Nähe oder Sexualität haben.  
Es ist wichtig, auf deine Bedürfnisse zu achten.  
Wenn du Hilfe brauchst, rede mit einem Arzt, einer Ärztin, einem Therapeut oder einer Therapeutin.  
Sie können dir helfen.

Sprich mit deinem Partner oder deiner Partnerin über Anpassungen beim Sex.

Anpassungen heißt: etwas verändern, damit es besser passt.

Zum Beispiel:
Du kannst eine andere Stellung ausprobieren.
Du kannst dir mehr Zeit nehmen, um erregt zu werden.
Du kannst Hilfsmittel benutzen.
So musst du nicht ganz auf Sex verzichten.

In Einrichtungen wie Pflege-Heimen und betreutem Wohnen leben viele ältere Menschen.  
Diese Menschen sollen selbst bestimmen dürfen, wie sie mit ihrer Sexualität umgehen.  
Sexualität bedeutet: Jeder Mensch darf selber entscheiden, was ihm wichtig ist und was ihm gefällt.

Es ist wichtig, über dieses Thema zu sprechen.  
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Zum Beispiel können die Mitarbeiter Fortbildungen machen.  
In einer Fortbildung lernen die Mitarbeiter mehr über das Thema Sexualität im Alter.  

Es können auch Regeln und Richtlinien aufgeschrieben werden, damit alle wissen, was erlaubt ist und was nicht.  

Man kann auch Gespräche anbieten.  
In einem Gespräch können Sie erzählen, was Ihnen wichtig ist.  
Die Mitarbeiter hören Ihnen zu.  

Damit zeigen die Einrichtungen:  
Wir respektieren die Wünsche und Rechte von älteren Menschen beim Thema Sexualität.

Auch alte Menschen brauchen Schutz vor Gewalt.  
Alte Menschen sollen auch vor Missbrauch geschützt werden.  
Missbrauch bedeutet: Jemand tut einer anderen Person absichtlich weh.  
Alte Menschen sollen Hilfe bekommen, wenn sie Probleme haben.  
Beratung muss einfach sein.  
Das bedeutet: Jeder kann leicht Hilfe bekommen.  
Es darf keine schwierigen Regeln geben, um Beratung zu bekommen.  
Jeder Mensch soll sich wohl und sicher fühlen.

Februar, 2026

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