Hormone

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Hormone wirken im ganzen Körper.
Hormone beeinflussen Lust.
Hormone beeinflussen die Fruchtbarkeit.
Hormone beeinflussen die Stimmung.
Hormone beeinflussen den Schlaf.
Hormone beeinflussen Nähe.
Hormone beeinflussen Bindung zwischen Menschen.
Darum ist es gut, etwas über Hormone zu wissen.

Was sind Hormone?

Hormone sind Botenstoffe.
Der Körper stellt Hormone selbst her.
Hormone reisen durch das Blut.
Hormone geben Zellen Anweisungen.
Hormone geben auch Organen Anweisungen.

Ohne Hormone geht fast nichts im Körper.
Hormone steuern den Stoffwechsel.
Hormone steuern das Wachstum.
Hormone beeinflussen Gefühle.
Hormone beeinflussen Sexualität.
Hormone beeinflussen Lust.
Hormone sind wichtig für Fortpflanzung.

Hormone und Sexualität

Es gibt viele verschiedene Hormone.
Einige Hormone sind wichtig für Sexualität.
Diese Hormone sind wichtig für Lust.
Diese Hormone sind wichtig für Fruchtbarkeit.
Diese Hormone sind wichtig für Fortpflanzung.

Östrogene

Diese Hormone nennt man oft „weibliche“ Hormone.
Der Name ist nicht ganz richtig.
Denn alle Menschen haben diese Hormone.

Diese Hormone sind wichtig für den Zyklus.
Diese Hormone sind wichtig für eine Schwangerschaft.
Diese Hormone sind wichtig für die Knochen.
Diese Hormone sind wichtig für die Blut-Gefäße.
Diese Hormone beeinflussen die Lust.
Diese Hormone beeinflussen die Potenz bei Menschen mit Penis.

Testosteron

Viele Menschen nennen es das „männliche“ Hormon.  

Testosteron ist wichtig für die Fruchtbarkeit.  
Testosteron ist wichtig für die Lust auf Sex.  
Testosteron hilft, Muskeln zu bilden.  
Testosteron ist auch für die Stimmung wichtig.  

Nicht nur Männer haben Testosteron.  
Auch Menschen mit einer Gebärmutter stellen Testosteron her.

Progesteron

Dieser Stoff ist besonders wichtig in der Schwangerschaft.  
Er ist auch wichtig für die Stimmung.  
Das bedeutet: Er kann dafür sorgen, dass man sich fröhlicher fühlt.  
Er kann auch die Lust auf Sex beeinflussen.  

Prolaktin

Dieser Stoff ist ein Sättigungssignal nach dem Orgasmus.  
Das bedeutet: Nach dem Sex signalisiert er dem Körper, dass er genug hat.  
Der Stoff ist auch wichtig in der Schwangerschaft.  
Und er ist wichtig beim Stillen.  
Stillen heißt: Eine Mutter gibt ihrem Baby Milch aus ihrer Brust.

FSH (Folikelstimulierendes Hormon)

Dieses Hormon hilft bei der Eizell-Reifung.  
Das heißt: Es macht, dass die Eizellen in den Eierstöcken wachsen.  
Das Hormon ist auch wichtig für die Bildung von Spermien.  
Das heißt: Es sorgt dafür, dass im Hoden neue Samenzellen entstehen.  

LH (Luteinisierendes Hormon)

Dieser Stoff bewirkt bei Menschen mit Gebärmutter, dass eine Eizelle freigegeben wird.  
Das nennt man Eisprung.  

Bei Menschen mit Penis hilft der Stoff, dass mehr Testosteron gebildet wird.  
Testosteron ist ein wichtiges Hormon für den Körper.  

Das Hormon wirkt also unterschiedlich bei Menschen mit Gebärmutter und bei Menschen mit Penis.

Oxytocin (Kuschelhormon)

Oxytocin hilft, wenn Menschen sich nahe sind.    
Es hilft, wenn Menschen sich vertrauen.    
Oxytocin ist wichtig beim Orgasmus.    
Das Hormon hilft auch dabei, wenn Menschen sich aneinander binden.    
Bindung bedeutet: Menschen fühlen sich verbunden, zum Beispiel Freundinnen, Freunde oder Eltern und Kinder.    

Oxytocin hilft außerdem bei der Geburt.    
Das Hormon sorgt für Wehen.    
Wehen sind die Bewegungen im Bauch, wenn ein Baby geboren wird.

Mythos


Männer = Testosteron & Frauen = Östrogen

Falsch


  • Auch Menschen mit Gebärmutter haben Testosteron.
  • Auch Menschen mit Penis haben das Hormon Östrogen.

Hormone & Lust

Aber:

Hormone sind nicht alles. Auch Stress, Beziehungsprobleme, Medikamente, Schlaf, Ernährung oder Bewegung haben einen starken Einfluss auf Lust.

Hormone beeinflussen, wie viel Lust du hast.

Östrogen, Testosteron und Oxytocin sind Hormone.
Diese Hormone können dafür sorgen, dass du mehr Lust hast.

Es gibt auch andere Hormone.
Cortisol und Prolaktin sind solche Hormone.
Diese Hormone können dafür sorgen, dass du weniger Lust hast.
Cortisol nennt man auch Stresshormon.

Bei Menschen mit Menstruation verändert sich die Lust.
Die Lust kann während des Zyklus schwanken.
Das bedeutet: Manchmal hast du mehr Lust, manchmal weniger.

Hormone & Geschlechtervielfalt

Auch für trans* und inter* Menschen sind Hormone wichtig.

Trans* bedeutet:
Eine Person fühlt sich nicht mit dem Geschlecht wohl, das ihr bei der Geburt zugewiesen wurde.

Inter* bedeutet:
Eine Person wurde mit Merkmalen von beiden Geschlechtern geboren.

Manche Menschen machen eine Hormontherapie.

Das heißt:
Sie bekommen spezielle Hormone.

Zum Beispiel gibt es die Hormone Östrogen und Testosteron.

Mit der Hormontherapie kann sich der Körper verändern.

Trans* Frauen nehmen Östrogen.
Östrogen ist ein weibliches Hormon.

Trans* Männer nehmen Testosteron.
Testosteron ist ein männliches Hormon.

Die Hormone bewirken verschiedene Veränderungen im Körper.

Je nachdem, welches Hormon die Person bekommt,
passieren unterschiedliche Dinge im Körper.

Diese Veränderungen sind wichtig für viele Menschen.

Östrogen


  • Brustwachstum  
    Deine Brüste wachsen.  
    Das bedeutet: Deine Brust wird größer und runder.
  • Weichere Haut  
    Deine Haut wird weicher.  
    Weiche Haut fühlt sich sanft an.  
  • Körperfettverlagerung an die Hüften  
    Dein Körper hat mehr Fett an den Hüften.  
    Die Hüften sind die Seiten deines Bauches.  
    Das bedeutet: Dein Körper hat eine andere Form.
  • Rückgang der Muskelmasse  
    Du hast weniger Muskeln im Körper.  
    Das heißt: Deine Muskeln werden kleiner und schwächer.

Testosteron


  • Deine Stimme wird tiefer.  
    Das bedeutet: Du klingst anders als vorher.
  • Dein Bart wächst. 
    Auch an anderen Stellen bekommst du Haare am Körper.  
    Zum Beispiel an den Beinen, an der Brust oder unter den Armen.
  • Dein Körper speichert mehr Fett am Bauch.  
    Das bedeutet: Du bekommst mehr Fett am Bauch.
  • Deine Muskeln wachsen.  
    Du wirst stärker.
  • Deine Periode hört auf.  
    Du bekommst keine Menstruation mehr.

Wenn Hormone aus dem Gleichgewicht geraten

Manchmal sind die Hormone im Körper nicht im Gleichgewicht.  
Das nennt man: Der Hormonhaushalt ist durcheinander.

Der Hormonhaushalt kann zum Beispiel gestört sein:  

  • bei einer Krankheit der Schilddrüse  
  • bei PCOS. Das ist eine Krankheit der Eierstöcke.  
  • bei PMS. Das heißt: Viele Frauen fühlen sich vor der Periode nicht wohl.

Es gibt Anzeichen, dass die Hormone nicht stimmen.

Diese Anzeichen können sein:

  • Deine Regel ist unregelmäßig. Oder die Regel bleibt ganz weg.
  • Du nimmst zu oder ab, obwohl du nicht mehr oder weniger isst.
  • Du bist oft müde.  
  • Du schläfst schlecht.  
  • Deine Stimmung ändert sich oft.
  • Deine Haut macht Probleme. Zum Beispiel Pickel oder Ausschlag.
  • Du bekommst kein Kind, obwohl du es möchtest.
  • Du hast Beschwerden in den Wechseljahren. Die Wechseljahre sind die Zeit, wenn die Regel aufhört.

Wenn du solche Anzeichen bei dir merkst:
Bitte geh zum Arzt oder zur Ärztin.
Diese Person kann deine Hormone untersuchen.

Du kannst zum Hausarzt oder zur Frauenärztin gehen.
Diese helfen dir weiter.
Es ist gut, wenn du Hilfe holst.

Februar, 2026

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Quellen

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