Geschlechtsidentitäten
Was ist Geschlechtsidentität?
Die Geschlechtsidentität ist das Gefühl einer Person über ihr Geschlecht.
Das ist unabhängig davon, wen die Person liebt.
Geschlecht ist also mehr als nur „männlich“ oder „weiblich“.
Was bedeutet Geschlecht?
Geschlecht bedeutet nicht nur den Körper, in dem jemand geboren wird.
Es bedeutet auch, wie Menschen sich selbst sehen und fühlen.
Es gibt 2 Arten von Geschlecht:
Das biologische Geschlecht: Das ist das Geschlecht, das einem Baby bei der Geburt zugeschrieben wird.
„Gender“: Das beschreibt, wie Menschen sich selbst sehen und wie andere Menschen sie sehen.
Manchmal passt das Gefühl einer Person nicht zu dem Geschlecht, das ihr bei der Geburt zugeschrieben wurde.
Das nennt man Gender Dysphorie.
Das kommt manchmal bei Trans- oder Inter-Personen vor.
Es gibt viele verschiedene Arten, wie Menschen sich und ihren Körper sehen.
Das Wichtigste ist, dass jeder Mensch selbst entscheiden kann, wer er oder sie sein möchte.
Geschlechtsidentität kann sich ändern und ist bei jedem Menschen anders.
Geschlecht hat nichts mit der Liebe zu tun.
Wenn Geschlecht und Liebe aufeinandertreffen, kann es Besonderheiten geben.
Unsere Gesellschaft denkt oft, dass es nur 2 Geschlechter gibt:
Männlich und weiblich.
Aber das stimmt so nicht.
Diese Vorstellung macht es schwer für Menschen, die sich nicht eindeutig als männlich oder weiblich fühlen.
Die Gesellschaft und das Gesetz denken manchmal noch in diesen alten Mustern. Das kann Probleme machen.
Wie verstehen sich Menschen selbst?
Cisgeschlechtlichkeit
bedeutet, dass sich eine Person mit dem Geschlecht identifiziert, das ihr bei der Geburt zugeschrieben wurde.
Transgeschlechtlichkeit
bedeutet, dass dies nicht der Fall ist.
Trans-Personen fühlen sich nicht oder nicht ganz als das Geschlecht, das ihnen bei der Geburt gegeben wurde.
Manche Trans-Personen ändern ihren Namen, ihren Körper oder ihre Kleidung, um auch nach außen zu zeigen, wie sie sich fühlen.
Diese Änderungen können auch juristische Schritte beinhalten, wie die Änderung des Vornamens im Pass.
In Deutschland hilft dabei ein Gesetz, das Selbstbestimmungsgesetz.
Dieses Gesetz gibt es seit 2024.
Intergeschlechtlichkeit
bedeutet, dass Menschen mit Körpermerkmalen geboren werden, die nicht klar männlich oder weiblich sind.
In Deutschland können intergeschlechtliche Menschen seit 2019 „divers“ als Geschlechtseintrag wählen.
Früher wurden intergeschlechtliche Kinder oft operiert, ohne dass sie es wollten.
Das ist in Deutschland jetzt verboten.
Nonbinär oder genderqueer
bedeutet, dass Menschen sich nicht nur als Mann oder Frau fühlen.
Agender sind Menschen, die sich gar keinem Geschlecht zugehörig fühlen.
Bigender Menschen fühlen sich als zwei Geschlechter, gleichzeitig oder abwechselnd.
Wichtig ist:
Es gibt viele verschiedene Geschlechter, mehr als nur männlich oder weiblich.
Jeder Mensch kann selbst entscheiden, wie er oder sie sich fühlt und lebt.
Das zu respektieren ist wichtig.